Deutschland verbraucht deutlich zu viele Ressourcen – vor allem durch den hohen Einsatz fossiler Energien. Hauptverursacher sind energieintensive Industriebranchen wie die Chemieindustrie, der Gebäudesektor, der Straßenverkehr sowie die industrielle Tierhaltung. Würden alle Menschen so wirtschaften wie in Deutschland, bräuchten wir drei Planeten. Ein Festhalten an Wachstum und fossilen Energien steht damit im klaren Widerspruch zu unseren planetaren Grenzen – und verschärft gleichzeitig unsere Krisenanfälligkeit.
Olaf Bandt, Vorsitzender des BUND: „Unser aktueller Lebens- und Wirtschaftsstil ist nicht zukunftsfähig. Der Iran-Krieg zeigt uns, wie abhängig wir von fossilen Rohstoffen sind, die immer knapper werden. Anstatt umzuschwenken auf Erneuerbare, setzen wir weiter auf Kohle, Öl und Gas. Wir treiben damit unseren CO2-Austoß weiter in die Höhe und zerstören so unsere Wälder, Wiesen, Flüsse und Meere, unsere Lebensgrundlagen und den Lebensraum von Tieren. Mit Strom aus Sonne und Wind, Wärmepumpen und leichten, kleinen und sparsamen E-Autos schaffen wir Unabhängigkeit, Planungssicherheit und Klimaschutz.“
Die Folgen dieser Entwicklung sind längst spürbar: Dürren, Starkregen und zunehmende Hitze in Städten belasten Gesundheit, Landwirtschaft und Ernährungssicherheit. Bandt: „Wenn wir so weitermachen, richten wir unseren Planeten und unsere natürlichen Lebensgrundlagen zugrunde.“
Energiesparen muss daher oberste Priorität haben: Jede gesparte Kilowattstunde spart Produktion, Speicherung und Transport. Ein generelles Tempolimit auf Autobahnen wäre eine sofort wirksame Maßnahme: Es spart Kraftstoff, verringert die Emissionen und reduziert Unfälle.
Bandt: „Das ist, als würde man beim Segeln im Sturm stur den Kurs halten, anstatt umzusteuern. Es ist schlicht unvernünftig, trotz deutlich sichtbarer Warnsignale unbeirrt am bisherigen Weg festzuhalten. Die Bundesregierung muss jetzt klare Reduktionspläne vorlegen und zeigen, wie in Zukunft ein gutes und sicheres Leben ohne Öl und Gas gelingen kann.“
Mehr Informationen dazu beim BUND Bundesverband.