Kommunalwahl 2025 in Hagen

Die BUND-Kreisgruppe Hagen hat die Kommunalwahlprogramme einiger Fraktionen im Hagener Rat auf bestimmte Stichworte durchsucht. Sie decken nicht das gesamte Spektrum des politischen Handelns ab, nicht einmal alle Umweltthemen. Wir haben solche ausgewählt, die uns als Natur- und Umweltverband in Hagen im Moment besonders wichtig erscheinen.

Da der BUND überparteilich ist, geben wir natürlich keine Wahlempfehlung ab. Diese Entscheidung muss jede und jeder selbst treffen.

Wir sagen nur sehr deutlich: Geht wählen für ein nachhaltiges und demokratisches Hagen!

Aussagen der Parteien in Kurzform

Wer es genauer wissen möchte, kann über die nachfolgenden Links die entsprechenden Kommunalwahlprogramme herunterladen: 

CDU     SPD     Bündnis 90/Grüne    FDP

Hagen Aktiv     BFHo     Linke      HAK 

Unsere Forderungen

Klimakrise: (siehe Videoclip Aktiv gegen die Klimakrise)

Sie gehört zusammen mit der Biodiversitätskrise zu den großen Bedrohungen der Menschheit. Maßnahmen müssen auf allen Ebenen  und - insbesondere - auch in den Kommunen ergriffen werden. Daher erwarten wir vom zukünftigen Oberbürgermeister/in (und dem neuen Rat), dass er oder sie den Kampf dagegen zur Chef/in-Sache macht. Die Erzeugung erneuerbarer Energien, Energieeinsparungen sowohl im Bereich Wohnen (Wärmeplanung!) als auch im Bereich des Verkehrs müssen oberste Priorität haben und dürfen nicht mit Hinweis auf die finanzielle Engpässe auf die lange Bank geschoben werden. 

Klimaanpassung:

Das Klima hat sich in den letzten 40 Jahren schon deutlich geändert. Deshalb sind Klimaanpassungsmaßnahmen unerlässlich. So muss z.B. der Bildung von Hitzeinseln durch Erhalt von Frisch- und Kaltluftschneisen sowie Baumpflanzungen und Fassaden- bzw. Dachbegrünungen entgegen gewirkt werden. Trinkwasserbrunnen sind ebenfalls eine gute Idee. 
Was Extremwasserereignisse auslösen können, hat Hagen im Juli 2021 erleben müssen. Deshalb sind bei den Maßnahmen an den Fließgewässer insbesondere auch die kleinen Bäche in den Blick zunehmen. Die immer wieder genannte "Schwammstadt" kann nicht über Nacht entstehen, sollte aber bei allen Baumaßnahmen etc. immer Berücksichtigung finden. 

Bauen:  (siehe Videoclip Bauen & Wohnen)

Geeignete Flächen für Baugebiete sind in Hagen praktisch nicht mehr vorhanden. Wir wollen keine weitere Inanspruchnahme von naturnahen Fächen. Bei der Nutzung von recycelten Flächen muss der Geschosswohnungsbau (incl. Sozialwohnungsbau) deshalb oberste Prioritäten haben. Intelligente Vermehrung von Wohnraum (z.B. durch Aufstockung auf Supermärkten etc.) ist auch eine gangbare Strategie. 

Sonderthema Dünningsbruch: Wir lehnen die Nutzung des Dünningsbruchs aus ökologischen, klimatischen und hydrogeologischen Gründen ab. Für die notwenige Errichtung einer vierten Gesamtschule müssen andere Flächen genutzt werden. 

Mobilität: 

Wir müssen von der Autostadt wegkommen und Mobilität neu denken. Daher fordern wir eine deutliche Förderung des Umweltverbundes.  Damit meinen wir wirksame Maßnahmen um den Anteil von Fuß, Rad-, OPNV-Verkehr zu erhöhen, damit diejenigen, die auf Autos angewiesen sind, mit weniger Stau und Parkplatzsuche auskommen.