BUND-Kreisgruppe Hagen

Wie wollen Sie die Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen (sowohl im Strom- als auch im Wärmesektor) voranbringen?

Die Parteien sind in der Reihenfolge ihres Kommunalwahlergebnisses von 2014 aufgeführt
SPD a) Hinwirken auf eine bundesrechtliche gesetzliche Regelung, die die erneuerbaren Energiequellen privilegiert. Insbesondere für die Nutzung der Windenergie sind bundeseinheitliche Standards (gleiche Abstände zu bebauten Bereichen) zu setzen.
b) Für die Stadt Hagen brauchen wir eine Bauleitplanung ,um die Förderung von Windenergie im Spannungsfeld zwischen Energieerfordernis und Akzeptanz zu erreichen.
c) Förderung der Solarenergie: Unterstützung der vorhandenen Bürgergenossenschaft; Ausbau auf städtischen Dächern; Festschreibung von regenerativen Energien in der Bauleitplanung.
CDU Zuerst sehen wir in der Effizienzverbesserung von Gebäuden, Netzen, Fahrzeugen und Geräten den wichtigsten Ansatz zur Vermeidung unnötigen Energieverbrauchs. Unter diesem Aspekt saniert die Stadt seit Jahren ihre Gebäude. Darüber hinaus bemühen wir uns darum, städtische Dachflächen für Photovoltaik- oder Photothermie-Anlagen zugänglich zu machen. Darüber hinaus unterstützen wir Bemühungen von städtischen Unternehmen, ihre Dachflächen mit Solaranlagen auszustatten (HEB, WBH, ENERVIE).
Bündnis90/Grüne Das Grüne Parteiprogramm sieht vor, dieses Ziel zu 100% bis 2035 als wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz zu erreichen. Die „Fridays For Future“ Bewegung bringt die Ziele in die Köpfe; wir wollen ab sofort stets die anstehenden politischen Entscheidung in Hagen auf die Unterstützung dieses Ziels abzuklopfen. Wir wollen mehr Windkraft in Hagen, Fernwärmenetze erweitern, Solardächer und BHKW´s in Bebauungsplänen festschreiben und vor allem örtlichen Akteure unterstützen: Solardächer für jedes Haus. Da hilft unser Solarkataster, das unter folgendem Link erreichbar ist: https://www.energieatlas.nrw.de/site/karte_solarkataster
Hagen Aktiv Städtische Förderung für Betreibergesellschaften von Bürgerinnen und Bürgern, die öffentliche und private Dachflächen nutzen. Förderung von Wärmepumpen zur Beheizung öffentlicher und privater Gebäude.
Linke Die Zukunft der Energieversorgung auf der Basis erneuerbarer Energien sollte in den Städten zunehmend dezentral sein. Zentrale örtliche Lösungen bedeuten deshalb den Einsatz von Blockheizkraftwerken, Photovoltaik-Anlagen an Gebäuden, Geothermie (Erdwärme) zur Wärmeerzeugung oder Nutzung der Abwärme aus industriellen Prozessen und Verteilung über Nah- und Fernwärmenetze (z. B. Müllverbrennungsanlage, Fernwärmenetz und Stromgewinnung). Die Förderung des Bürger-Solar-Vereins Hagen e. V. hat für uns hohe Priorität. Die Stadt Hagen sollte prüfen, welche städtischen Flächen eigenständig oder durch den Verein genutzt werden können.
AFD Die Frage lässt leider keine Alternativen zu. Wir fordern einen behutsameren Austausch der fossilen Energie, damit es für den Verbraucher nicht blitzschnell unbezahlbar wird. Schon jetzt explodiert der Strompreis. Wasserkraft wird völlig vernachlässigt und wurde sogar verhindert in Hagen (Hohenlimburg und HA-Süd z. B.). Windkraft ist für uns keinesfalls eine gute Alternative. Sie zerstört zu viel Flächen und ist zu teuer.
FDP Die FDP Hagen befürwortet den Ausbau der Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen, wenn dies mit dem Natur- und Landschaftsschutz in Einklang gebracht werden kann und keine deutlichen Beeinträchtigungen der Anwohner mit sich bringt. Dies ist zumindest bei den aktuell vorliegenden Planungen nicht der Fall. Auch die großflächige Zerstörung von Waldflächen ist nach unserer Meinung nicht akzeptabel. Wir setzen stattdessen auf die verstärkte Nutzung der Solarenergie, z.B. durch Nachrüstung der Dächer kommunaler Gebäude oder auf Bioenergieanlagen. Die energetische Sanierung von (öffentlichen) Gebäuden ist ebenfalls wichtig und sinnvoll.
BFHo/Piraten Der Ausbau erneuerbarer Energien soll umwelt- und menschenverträglich erfolgen.
Angesichts der Siedlungsstruktur in Hagen und Hohenlimburg beurteilen wir den Bau von immer höheren WEAs vor Ort als problematisch. Vertretbare Abstände der Anlagen zur Wohnbebauung sind vor Ort kaum möglich; zudem ist fraglich, ob Anlagen, für die bis zu acht Meter breite Schneisen durch den Wald geschlagen werden müssten, einen Beitrag zum ressourcenschonenden Umgang mit unseren Lebensgrundlagen leisten.
Priorität sollte in unserer Region daher der Ausbau der Nutzung von Solarenergie haben.

Hier können Sie alle Antworten auf Wahlprüfstein 1 herunterladen.

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