Klaus Brunsmeier vertritt den BUND in der Atommüll-Kommission

 

Klaus Brunsmeier, früher bei der Kreisgruppe tätig und heute stellvertretender Bundesvorsitzender, vertritt den BUND in der Atommüll-Kommission, nachdem der Umweltverband sich nach intensiver Diskussion doch entschieden hatte, sich dort einzubringen.

Am 22. September traf sich die Atommüll-Kommission zum vierten Mal. Probleme bereitete der kurze Vorlauf für die Sitzung: Viele Unterlagen wurden nur vor Ort als Tischvorlagen verteilt und waren weder für Gäste noch im Internet einsehbar. Hier muss sich die Arbeitsweise der Kommission dringend weiter verbessern.

Dies betraf auch das von den Vorsitzenden entworfene Leitbild der Kommission. Der (bisher nicht öffentliche) Entwurf soll nach Überarbeitung diese Woche dann zur Diskussion im Internet veröffentlicht werden. Einigkeit herrschte darin, dass es eine wichtige Aufgabe der Kommission ist, aus den Erfahrungen der Vergangenheit zu lernen.

Die Kommission legte die Vorsitzenden der drei Arbeitsgruppen fest. Die AG Evaluierung wird vom stellvertretenden BUND-Vorsitzenden Klaus Brunsmeier zusammen mit dem ehemaligen Ministerialdirektor im Bundesumweltministerium Hubert Steinkemper geleitet. Damit bekommt der BUND die zentrale Verantwortung für eine wichtige Aufgabe der Kommission: die möglichste schnelle Überprüfung des Standortauswahlgesetzes. Die AK Lagerkonzept, Kriterien und Fehlerkorrektur wird von Michael Sailer (Öko-Institut) und Armin Grunwald (KIT Karlsruhe) geleitet. Die bereits eingerichtete AG Beteiligung der Öffentlichkeit von Bischof Ralf Meister und Rechtsanwalt Hartmut Gaßner.

Die Kommission brachte auch die Anhörung zur Evaluierung des Gesetzes auf den Weg. Fast alle vom BUND vorgeschlagenen Experten werden eingeladen. Die konkrete Ausgestaltung und Vorbereitung der Anhörung liegt jetzt bei der Arbeitsgruppe.

Wichtig für die Evaluierung: Die Zusage der Bundestagsabgeordneten, während der Laufzeit der Kommission von dieser vorgeschlagene Gesetzesänderungen zu beschließen, wurde bestätigt.

Der Besuch von Forschungsministerin Johanna Wanka zeigte noch einmal, in welch schwierigem Umfeld die Kommission agiert. Klaus Brunsmeier und andere konfrontierten die Ministerin mit den rechtswidrigen Plänen, hochradioaktiven Atommüll aus Jülich in die USA zu exportieren. Sollte die Bundesregierung dies nicht verhindern, würde dies das Vertrauen in einen vernünftigen und transparenten Umgang mit dem Atommüll untergraben.

 

Atomstrom 2013: sauber, sicher, alles im Griff?

BUND-Studie zu Risiken deutscher Atomkraftwerke. Sofortiger Atomausstieg muss ins Wahlprogramm der Parteien

Von den neun in Deutschland noch laufenden Atommeilern gehen nach wie vor enorme Risiken aus. Dies belegt eine aktuelle Studie des BUND, die von der unabhängigen Atomexpertin Oda Becker erstellt worden ist.

Demnach sind die Atomkraftwerke in Grafenrheinfeld, Gundremmingen B und C, Philippsburg 2, Grohnde, Emsland und Isar 2 nicht ausreichend vor möglichen Erdbeben, die Atommeiler in Grafenrheinfeld, Gundremmingen B und C, Philippsburg 2, Grohnde, Brokdorf und Neckarwestheim 2 nicht umfassend vor Hochwasser geschützt. Hinzu kommen Risiken durch eventuelle Brände, altersbedingte Ausfälle der Sicherheitssysteme oder eine mangelnde Sicherheitskultur.

Weitere informationen auf der BUND-Bundesseite

Appell: Konsequenzen ziehen. Jetzt abschalten.

Der BUND Bundesverband ruft mit seinem Appell Frau Merkel auf, zu ihrem Amtseid zu stehen und die Sicherheit der Bevölkerung in Deutschland zu wahren. Das heißt: Laufzeitverlängerung zurücknehmen. Atomkraftwerke abschalten.
Unterstützen Sie diesen Appel! Drucken Sie den Appell und sammeln Sie Unterschriften.
Nehmen Sie die Listen mit auf Ihre heutige Mahnwache. Sammeln Sie bei Freunden und Bekannten, an Infoständen und Veranstaltungen. Gern können Sie den Appell mit dazugehöriger Unterschriftenliste auf Ihre Internetseite stellen und über Ihre Verteiler schicken.
Senden Sie die ausgefüllten Unterschriftenlisten an die Bundesgeschäftsstelle zurück.

Alles 23 jahre ein SuperGAU?

Alle Menschen, die bis zur Katastrophe von Fukuschima glaubten, dass die AKW in Deutschland sicher und sowieso die besten der Welt seien, möchten wir auf die "Deutschen Risikostudie Kernkraftwerke" verweisen, in der schon 1979 im Auftrag der Bundesregierung die Wahrscheinlichkeit für eine Kernschmelze untersucht wurde. Sie wurde mit 0,0001 pro Reaktorbetriebsjahr ermittelt.

Auch wenn viele Kritiker die Zahl für viel zu niedrig halten, weil z.B. bestimmte Unfallabläufe nicht berücksichtigt wurden, kann man durchdenken, was diese kleine Wahrscheinlichkeit auf eine größere Anzahl von AKW oder Betriebsjahre angewendet für eine Risiko beschreibt. Die MUED hat dies in ihrem Arbeitsblatt des Monats April so beschrieben, dass es jeder Mensch nachvollziehen kann.

Informtionen zur Katastrophe in Japan

Im Folgenden einige links mit wichtigen Informationen:

Fukuschima

13.3.2011

Fukuschima ist ein Siedewasserreaktor, der mit einer Nettoleistun von 439 MW  seit 1971 am Netz ist.

Im Moment ist der Stand folgender:

In Block 1 ist das Gebäude von Block 1 durch eine (Wasserstoffexplosion?) völlig zerstört. In wieweit der Sicherheitsbehälter beschädigt ist, weiß niemand genau. Die Brennstäbe stehen nur noch zum Teil unter Wasser. Eine kernschmelze ist wahrscheinlich im Gange.

Die japanischen Betreiber versuchen mit Meerwasser eine Überhitzung zu verhindern.

Was passiert, wenn der Kern tatsächlich schmilzt und sich durch das Betonfundament frist, kann im Moment niemand genau sagen. Bei Berührung mit Wasser könnte es jedoch eine Explosion geben, mit erheblicher Freisetzung von radioaktiven Stoffen.


In Block 3 entwickelt sich offensichtlich ein erheblicher Überdruck, der zum Platzen des Sicherheitsbehälters führen könnte. Deshalb hat der Betreiber über ein Ventil radioaktiven Dampf abgelassen. Dabei kam es in Block 1 zu der Wasserstoffexplosion, die das Gebäude zerstörte. Das wird auch hier befürchtet.

Auch in Block 3 fürchtet man, dass schon eine Kernschmelze angelaufen ist.

Onagawa

13.3.2011

Onagawa ist ebenfalls ein Siedereaktor mit 3 Bröcken (496 / 796 / 796 MW).

Hier gab es nach dem Beben einen Brand, der nach einigen Stunden gelöscht werden konnte.

Auch hier wird befürchtet, dass der Kern seit einiger Zeit ohne ausreichende Kühlung ist.

weitere japanische AKW mit Problemen

13.3.2011

Liste aller japanische AKWs

In Tokai (Siedewasserreaktor mit 1060 MW Leistung) soll ebenfalls die Kühlung ausgefallen sein.

In Rokasho steht eine Wiederaufarbeitsanlage, die ebenfalls Kühlungsprobleme bekommen könnte.




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BUND-Jahresrückblick 2014

Der BUND - Bundesverband hat gerade seinen Jahresrückblick 2014 veröffentlicht. Mit dem nachfolgenden Link kommen Sie dorthin.

http://www.bund.net/index.php?id=19098

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