Zum Jahrestag der katastrophen von Tschernobyl und Fukushima veranstaltet das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund und Kiew und der Internationalen Bildungs- und Begegnungsstätte „Johannes Rau“ Minsk vom 23. bis 26. April 2012 eine Aktionswoche.
An der Hagener Aktion ist auch die BUND-Kreisgruppe Hagen beteiligt. Im Begleittext heißt es:
"1 Jahr nach Fukushima und 26 Jahre Tschernobyl gleichen sich die Situationen:
Familien in radioaktiv belasteten Regionen in Japan sind unzureichend informiert – sie wissen nicht, welche Nahrung sie noch essen dürfen und wie hoch das Trinkwasser radioaktiv belastet ist.
Arbeiter in Fukushima versuchen auch, die Katastrophe zu begrenzen. Sie bleiben im Unwissen darüber, wie hoch ihre radioaktiven Dosen sind – auch die Feuerwehrleute, Polizisten und Soldaten in Tschernobyl wurden damals im Unwissenheit gelassen. Heute, 26 Jahre nach Tschernobyl, gehören die „Liquidatoren“ zu einer ausgegrenzten und vergessenen Gruppe von Menschen in ihren eigenen Gesellschaften. Sie kämpfen verzweifelt um medizinische Hilfe und gesellschaftliche Anerkennung.
Wir erleben heute erneut, wie unzureichend die Weltgesellschaft sowohl über Tschernobyl als auch Fukushima informiert wird. Insbesondere die Menschen in den betroffenen Gebieten der Ukraine, von Belarus und Japan klagen über unzureichende Informationen.
Es ist Zeit, nicht nur den Opfern zu helfen, sondern dem Rad selbst in die Speichen zu fallen …“
In den Aktionswochen kommen Zeitzeugen aus Tschernobyl und Fukushima selber zu Wort. Sie können von ihren Erfahrungen berichten und suchen insbesondere das Gespräch mit der jungen Generation. Das komplette Programm können Sie hier herunterladen.
Wer sich noch mal die Geschehnisse vergegenwärtigen möchte, findet viel Material z.B. bei Spiegel online (Tschernobyl und Fukushima).